AI Upgrade & AI and Music Creativity Berlin 2026

In meiner KI-Nutzung ist gerade ordentlich Schwung drin. Das neue GPT-Astra setzt komplexe Prompts und immer größere Aufgaben um. Die Maschine kann Computer bedienen, vertrackte Kalkulationen durchführen, 3D-Modelle und Software entwickeln. Die Qualität der Outputs und generierten Medien ist beeindruckend.
Gleichzeitig sorgen weltweit AI-Agents für Furore und Skandale wie beim „Hugging-Face“-Vorfall. Proteste gegen den Umgang mit ethischen Problematiken werden immer sichtbarer #AIBacklash #pauseAI. Startups überschwemmen den Markt. KI-Content lässt sich immer seltener erkennen, die Frage danach stellt sich aber auch gar nicht mehr und wir lernen damit umzugehen, nicht mehr zu wissen, was „fake“ ist.
Forschungsschwerpunkte auf der AIMC liegen auf der kreativen Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI, interaktiven Systemen für Komposition und Live-Improvisation, der Erkundung und Gestaltung KI-generierter Klangräume sowie Fragen nach Agency, Autorschaft und ästhetischer Bewertung. Dabei geht es eher um technologiezentrierte künstlerische Ansätze und die Innovationen selbst. Musiklernen spielt nur am Rande eine Rolle.
In den Studien der AIMC wird nur vereinzelt geforscht, wie KI- und Nicht-KI-Content bewertet wird. Es erinnert an längst vergangene Diskussionen über die Audioqualität von MP3 und Streaming oder darüber, ob es in Zukunft noch Bücher oder Stadtpläne auf Papier gibt. Ergebnisse zeigen, dass KI-Erzeugnisse schlechter bewertet werden als Nicht-KI, aber nur wenn uns jemand sagt, dass es KI-Erzeugnisse sind, oder wenn es offensichtlich scheint. Sobald man bei den gleichen Produkten lügt (beispielsweise behauptet, dass etwas nicht mithilfe von KI gemacht wurde), scheinen diese Unterschiede in der Beurteilung zu verschwinden. Passend dazu zeigt eine große quantitative Studie von Stéphane Gauvin, dass man beim zufälligen Herumstöbern auf YouTube mittlerweile eher ein KI-generiertes Video anklickt als „Original User Content“, Tendenz steigend.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit Mensch-Maschine-Interaktion ist für mich am spannendsten. Wie können Menschen durch HCI (Human-Computer Interaction) künstlerische Inspiration gewinnen? Werden meine Gefühle im Technik-Dialog verstärkt, kann ich mich darin ausdrücken und dabei vielleicht auch meine Erfahrungen mit der Technik selbst verarbeiten? Welche Settings ermöglichen selbstbestimmte, vielfältige, individuelle Entscheidungs- und Gestaltungs-optionen #Agency? Welche Möglichkeiten sind ästhetisch und aus Anwendungsperspektive so attraktiv, dass sie sich in musikpädagogischen Kontexten einsetzen lassen?
In meinem Reisegepäck: neue Technologien, Webseiten, Projekte und Buzzwords, gute Gespräche und eine Dosis meiner zweitliebsten Stadt Berlin.
Vortrag zu unserem Projekt LEVIKO-XR von Michael Oehler Live-Coding Perormance Concert Embodiment Interaction Keynote von Anna Xambó





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