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Virtual Reality im Musikunterricht - mehr als Zukunftsmusik

  • Autorenbild: Tobias Rotsch
    Tobias Rotsch
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Lohnt es sich schon, Extended Reality im Unterricht einzusetzen? Oh Ja! In sechs Fortbildungen mit über 60 Teilnehmenden und zahlreichen Workshops die wir mit dem Projekt LEVIKO-XR (Lehrkräftebildung in virtuellen Kontexten) in 2025 und 2026 durchgeführt haben, wurde das mehr als deutlich. Ich war dafür in den letzten 2 Jahren quer durch Deutschland, aber auch in Irland, Portugal, Österreich und Italien unterwegs – als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, im Teilprojekt unter der Leitung von Philipp Ahner.


Abschlussveranstaltung der beiden Projekte LEVIKO-XR und KuMuS-ProNeD an der HfM Trossingen


Gemeinsam haben wir einen Leitfaden für Lehrkräfte veröffentlicht, in dem alles Wichtige zum Thema Extended Reality im Musikunterricht zu finden ist. Welche Apps gibt es, wie richtet man die Headsets ein, wie geht man achtsam und sicher in virtuellen Welten miteinander um? Zu drei verschiedenen Lehr-Lern-Designs, die im Projekt entwickelt, getestet und evaluiert wurden, gibt es passende Unterrichtsmaterialien.


Persönliche Highlights waren für mich sicher die vielen positiven und konstruktiven Diskussionen auf den Fortbildungen, die Begeisterung der Teilnehmenden, aber auch die Zusammenarbeit im Team mit meinen Kolleg*innen aus Osnabrück und Düsseldorf. 


Aber auch…


  • wie persönlich, menschlich und erfrischend die Kommunikation in einem virtuellen Raum oder Büro als Avatare sein kann, und der Ausblick auf Kommunikation in der Zukunft als Hologramme im Mixed Reality Raum über Facetime in der AVP.

  • immersive VR-Konzerte von Coldplay, Charlie XCX, Orchestern und Kammermusik zu besuchen

  • wie locker und positiv man sich beim Spielen und Tanzen in VR-Rhythm-Games wie Moon Rider, Beat Saber oder Synth Riders fühlt und wie entspannt man die Brille danach wieder absetzt.

  • wie genau und virtuos man virtuelle Musikinstrumente und Objekte spielen und benutzen kann, in gefühlter Echtzeit und interaktiv zusammen mit anderen.

  • wie neugierig und unkompliziert Kinder und Jugendliche in Schultestungen mit dem Thema umgegangen sind.


Schultestung am Bundesgymnasium Klosterneuburg  © Fortissimo


Es gibt noch eine Menge spannende Entwicklungen mit Ausblick auf die Zukunft. Die neuen Meta Ray-Ban Display Brillen trenden bereits in den USA; ich kann mit meinem Handy jeden beliebigen Ort im Scaniverse virtuell begehbar machen; die Qualität von 3D-Videos (z. B. von Musiker:innen) wird durch Gaussian Splatting immer spektakulärer und 3D-Audio steigert die immersive Erfahrungsqualität in virtuellen Umgebungen. XR bleibt ein Thema für mich, und ich freue mich schon auf neue Entwicklungen.


Mixed Reality Session / Lehrkräftefortbildung an der Bundesakademie Trossingen im Oktober 2025


In meinem Beitrag für die "Diskussion Musikpädagogik", der gerade erschienen ist, sind einige erste Erkenntnisse auf Forschungsebene zu finden:


Das Poster gibt einen kleinen Überblick über die Lehr-Lern-Designs:




Zusammen mit Lisa Werner aus dem Projekt KuMuS-ProNeD haben wir zu Projektbeginn diesen Blogbeitrag zum Thema geschrieben:




Dozierenden-Powerteam an der Landesmusikakademie NRW im März 2025


Moon-Rider Action auf der Lehrkräftefortbildung beim NLQ Oldenburg in Bad Zwischenahn


IEEE in L'Aquila mit dem Team des Music Technology and Digital Musicology Lab der Universität Osnabrück

 
 
 

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